Und wer küsst den Tubist?

BAD DÜRKHEIM: Blaskapelle Leistadt führt Brunnenhalle ins Filmuniversum und zurück

Als Beitrag zur Isenach-Einweihung verstanden die Musiker der Blaskapelle Leistadt ihr Jahreskonzert am Samstagabend in der Brunnenhalle. Sie begeisterten das ausverkaufte Haus mit ausgewählten Filmmusiken.
Die „Vorstadtmusikanten“, wie Musikvereinsvorsitzender Axel Messer seine Musiker bescheiden bezeichnete, hatten das Programm geschickt auf die „Wasser marsch!“-Veranstaltung der Stadt ausgerichtet. Deutlich wurde das schon beim ersten Höhepunkt des Abends, einem Solo von Katrin Rudy auf dem Euphonium. Messer verglich das Musikstück „Andante & Scherzo“ mit der mal munter und mal träge dahinfließenden Isenach. Für ihren Vortrag erhielt die junge Musikerin, die im Verein auch die Leiterin der Jugendgruppe ist, lebhaften Beifall. Charmant leitete sie über zum Beitrag der Jugendkapelle, darunter die erst neun Jahre alte Lily Sander am Waldhorn. Die junge Truppe zeigte ihr Können bei dem feierlichen Marsch „Pomp and Circumstance“, der zur Krönung von Edward VII. von England komponiert wurde, ebenso wie bei dem lautmalerischen „Rattlesnake“, als das Publikum tatsächlich eine Klapperschlange und das Wiehern eines Pferds zu hören glaubte. Die Jugend schloss mit einem Auszug aus der Filmmusik zu „Fluch der Karibik“. Dafür gab es langanhaltenden Applaus und laute „Zugabe“-Rufe. Das ließen sich die zwölf Jungen und Mädchen nicht zweimal sagen: „Smoke on the Water“.
Mit einer „Fantasia Español“ übernahm dann wieder die Erwachsenen-Riege die musikalische Weltreise, die „Auf einem persischen Markt“ Kameltreiber und Bettler mit lauten „Bakschisch“-Rufen lebendig werden ließ. Messer kündigte das bekannte Stück mit einem Churchill-Zitat an: „Abscheuliche Zirkusmusik“. Eine donnernde Fanfare leitete zweiten Teil des Konzertabends ein. Filmmusik stand auf dem Programm. Die Reise ging von Mexiko und „Die Maske des Zorro“ nach Amerika zu „Spiel mir das Lied vom Tod“. Hier bewies Timo Jochum am Keyboard, dass man keine Mundharmonika braucht, um diesen Titel effektvoll zu präsentieren. Axel Messer erzählte dazu die Geschichte des Mundharmonikabauers Christian Messner, der sein Instrument für einen Kuss seiner Verlobten überließ und brachte das Publikum zum Lachen als er meinte: „Da frag' ich mich als Tubist, was man heute wohl für eine Tuba bekommen würde“. Danach ging es musikalisch in außerirdische Sphären. Die Kapelle flog im Raumschiff Enterprise und intonierte „Star Trek“. Das ABBA-Medley holte zum Abschluss alle wieder auf die Erde zurück. „Völlig unvorbereitet“ reagierte Dirigent Bernd Schneider auf den lauten Beifall und die Zugabe-Forderungen des Publikums, das beim „Fliegermarsch“ wieder heftig mitklatschen durfte und erst nach Beifall. „The winner takes it all“ zufriedengestellt war.

Artikel von Doris Aust

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